Anteil Freier Software erstmalig in der Serverlandschaft der Stadt Dortmund sichtbar

Server-Tux

Bild: Server-Tux (CC BY-SA 3.0 (Server von RRZEicons)

In der Sitzung des Ausschusses für Personal und Organisation vom 02.02.2017 hat das Dortmunder Systemhaus (dosys.) gem. der aktuellen Berichtsvereinbarung einen Rückblick auf das Jahr 2016 aus IT-Sicht vorgelegt, sowie das halbjährlich wiederkehrende IT-Arbeitsprogramm vorgestellt. Aus Sicht von Do-FOSS ist es erfreulich, dass in dem Bericht zum ersten Mal auch Aussagen zum Verhältnis von Linux- und Windows-Servern enthalten sind (S. 43) und damit der Anteil Freier Software erstmalig in der Serverlandschaft sichtbar ist. Auch wird das jeweilige Serverwachstum über die Jahre 2014 bis 2016 offengelegt und zeigt einen steigenden Anteil von Linux-Servern. Die Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN hat dies zu einer Pressemitteilung mit Datum vom 16.02.2017 veranlasst (siehe gleichlautende Mitteilung der LINKEN und Mitteilung der Piratenpartei), welche Do-FOSS gerne wiedergibt:

LINKE & PIRATEN begrüßen die Zunahme von Linux-Servern in der Verwaltung

In ihrem Arbeitsprogramm für das laufende Jahr hat die Stadtverwaltung auch einen Überblick über ihre Server-Landschaft im Hintergrund gegeben. Dort sind erstmalig die Server-Betriebssysteme ausgewiesen. Gut zu erkennen: Der Anteil des freien und quelloffenen Betriebssystems Linux stieg seit 2014 von 32 auf 36 Prozent. Fast 60 Linux-Server hat die Verwaltung in dieser Zeit zusätzlich in Betrieb genommen.

„Freie und quelloffene Software wie Linux ermöglicht den Einblick in die Mechanismen dieser Software. So können Fehler schneller gefunden werden und sie dürfen auch selbst beseitigt werden. Gleichzeitig entfallen grundsätzlich Lizenzkosten, und die Verwendung offener Standards vermindert die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern“, erklärt Christian Gebel, IT-Fachmann der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Gerade die öffentliche Verwaltung kann dadurch enorm profitieren.“

„Wir begrüßen nicht nur, dass die Verwaltung freie und quelloffene Software wie Linux verwendet“, findet Petra Tautorat, Sprecherin der Fraktion im Ausschuss für Personal und Organisation. „Wir finden auch wichtig, dass sie darüber informiert. Denn bislang halten viele Mitglieder anderer Fraktionen den Einsatz solcher Software für unnötig oder gar gefährlich. Sie als festen und wachsenden Bestandteil der eigenen IT-Infrastruktur zu sehen, wird viele daher überraschen.“

Im Vorfeld hatte die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN immer wieder Auskunft über die Verwendung freier und quelloffener Software in der Stadtverwaltung gefordert.

„Wir sind uns sicher, dass der Einsatz und die Wertschätzung, die freie Software in der Dortmunder Stadtverwaltung erfährt, sich noch weiter steigern lässt“, ergänzt IT Fachmann Gebel. „Das Signal ist eindeutig: Freie Software wird wichtiger.“

Dokumente zum Herunterladen

Das IT-Konzept der Stadt Dortmund: Arbeitsprogramm 2017 des dosys., das dem Ausschuss für Personal und Organisation zu seiner Sitzung vom 02.02.2017 vorgelegen hat, kann hier heruntergeladen werden. Eine Pressemitteilung der Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN vom 16.02.2017 kann hier heruntergeladen werden.

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