Dortmund schreitet voran: Raus aus der Lizenzabhängigkeit

Aktuelle Inside ver.di zum Thema Freie Lizenzen erschienen

In der aktuellen Inside ver.di wird die Arbeit der Stadt Dortmund in Bezug auf Freie Lizenzen behandelt. Der Artikel thematisiert dabei sowohl die Arbeitsgruppe Freie Software des Dortmunder Systemhauses (dosys.) bzgl. ihrer Freien-Software-Strategie, als auch die Bestrebungen des Umweltamtes Saatgut mittels Freier Lizenzen wieder als Gemeingut zu behandeln. ver.di stellt sich hinter die Bestrebungen der Stadt Dortmund in Richtung Freier Lizenzen und fordert zum weitermachen auf. Insbesondere wird eine Ausweitung der Bestrebungen auf den Bereich Smart City erwartet.
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Bits & Bäume – Digitalisierung und Nachhaltigkeit durch Freie Lizenzen

Konferenzbuch erschienen: „Was Bits und Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten“

Logo Bits & Bäume

Logo Bits & Bäume (© Bits & Bäume)

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für stabile Tech-Communities? Welche ökologischen Chancen stecken in digitalen Anwendungen etwa für Klima- und Ressourcenschutz? Welche Arten von Digitalisierung stehen diesen Zielen entgegen oder sind gar kontraproduktiv? Wie kann die digitale Gesellschaft demokratisch und gerecht gestaltet und zugleich darauf ausgerichtet sein, auf friedvolle Weise die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten zu bewahren?

Mit Fragen wie diesen nahm die Bits & Bäume, die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit am 17. und 18. November 2018 in Berlin ihren Ausgang. Die Teilnehmer*innen haben unter verschiedensten Aspekten versucht zu beantworten, wie wir als Gesellschaft die Digitalisierung als Schlüsseltechnologie unserer Zeit mit der Menschheitsfrage nach den planetaren Grenzen zusammendenken können.
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WWF Earth Hour 2019 – Freie Software leistet einen Beitrag

WWF Earth Hour 2019 Logo

Bild: WWF Earth Hour 2019 (© WWF)

Nachhaltiges Programm des Umweltamtes in der Pauluskirche mit Open-Source-Anteil

Am Samstag, den 30. März 2019, findet um 20:30 Uhr wieder die WWF Earth Hour statt – die weltweit größte Aktion für mehr Klima- und Umweltschutz. Rund um den Globus werden zum 13. Mal Millionen von Menschen, Städte sowie Unternehmen für eine Stunde das Licht ausschalten und so gemeinsam ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten setzen. Unzählige Gebäude und Sehenswürdigkeiten in tausenden Städten versinken dann erneut 60 Minuten lang im Dunkeln – als globales Zeichen für den Klimaschutz. Die WWF Earth Hour ist eine globale Gemeinschaftsaktion, die nachwirkt: Die Aktion motiviert weltweit Millionen Menschen dazu, umweltfreundlicher zu leben und zu handeln – weit über die 60 Minuten hinaus.
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Nachtrag zum Exkurs: Open-Source-Saatgut für die Klimafolgenanpassung

Die Open-Source-Tomate

Bild: Die Open-Source-Tomate

Umweltamt lädt erneut zum Vortragsabend ein

Im Blogbeitrag Exkurs: Open-Source-Saatgut für die Klimafolgenanpassung – Umweltamt verteilt Tomatensamen hat Do-FOSS auf die Verteilaktion von Freiem Tomatensaatgut des Umweltamtes der Stadt Dortmund hingewiesen. Der Auftakt der Ausgabe des Freien Saatguts wurde durch einen Abendvortrag begleitet. Aufgrund der hohen Nachfrage wird der Vortrag nun wiederholt. Hierauf weist Do-FOSS erneut gerne hin.

Ergänzend hierzu weist Do-FOSS mit Freude auf das Schulprojekt zu Open-Source-Saatgut der Johann-Gutenberg Realschule hin. Schülerinnen und Schüler werden einige hundert vorgezogene Open-Source-Tomaten zur WWF Earth Hour 2019 an die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger verschenken. Die zentrale Dortmunder Veranstaltung zur WWF Earth Hour 2019 findet am 30. März ab 17:00 Uhr in der Pauluskirche statt. Auch Do-FOSS wird vor Ort sein und die Schülerinnen und Schüler bei der Verteilaktion unterstützen.
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Exkurs: Open-Source-Saatgut für die Klimafolgenanpassung – Umweltamt verteilt Tomatensamen

Die Open-Source-Tomate

Bild: Die Open-Source-Tomate

Einladung zum Vortrag

In den Blogbeiträgen Exkurs: Saatgut wie Software – eine Frage der Lizenz und Exkurs: Stadt Dortmund erntet Open-Source-Saatgut, hat Do-FOSS sich mit rechtlichen Parallelen von Freier Software und Freiem Saatgut befasst. Nun führt das Umweltamt der Stadt Dortmund sein Engagement für Open-Source-Saatgut fort. Ab nächster Woche wird von der Klimaschutzstelle des Umweltamtes das geerntete Open-Source-Saatgut kostenfrei, an alle Interessierten ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt dabei nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Zum Auftakt der Saatgutausgabe wird es einen Abendvortrag geben, der die Hintergründe des städtischen Engagements für Freies Saatgut erläutert. Die Einladung zum Vortrag gibt Do-FOSS gerne hier wieder.
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Exkurs: Stadt Dortmund erntet Open-Source-Saatgut

Die Open-Source-Tomate

Bild: Die Open-Source-Tomate

Das Prinzip Open Source verbreitert sich bei der Stadt Dortmund

Im Blogbeitrag Exkurs: Saatgut wie Software – eine Frage der Lizenz beleuchtete Do-FOSS die Lizenierungsfrage „Frei oder unfrei?“ anhand eines Vergleichs zwischen Saatgut und Software. Um das Open-Source-Prinzip für Saatgut praktisch anzugehen, hatte sich die Solidarische Landwirtschaft Dortmund (SoLaWi) (weitere Erläuterung s.u.) zum Partner des Open-Source-Prinzips erklärt. Herr Jörg Lüling, Mitglied des Vereinsvorstandes der Dortmunder SoLaWi, hat die Open-Source-Tomaten auf einem Stück Land der SoLaWi gepflanzt, gepflegt und groß gezogen. Nun wurden die Open-Source-Tomaten kürzlich vom Dortmunder Umweltamt geerntet. Auch hierbei hat die SoLaWi maßgeblich unterstützt. Nach der Trocknung des Saatguts wird es demnächst an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger als Gemeingut verteilt.

Im Folgenden findet sich die Pressemitteilung der Stadt Dortmund zur Ernte des Open-Source-Saatguts, zu den Hintergründen und zur Weiterreichung des Saatguts an die Bürgerinnen und Bürger. Do-FOSS freut sich, dass sich die Wahrnehmung für das Prinzip von Open Source bei der Stadt Dortmund verbreitert und praktisch umgesetzt wird.
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Exkurs: Saatgut wie Software – eine Frage der Lizenz

Die Open-Source-Tomate

Bild: Die Open-Source-Tomate

Frei oder unfrei?

Saatgut und Software könnten kaum verschiedener sein. Saatgut ist analog, Software ist digital. Saatgut begleitet die Menschheitsgeschichte bereits sehr lange, Software ist geschichtlich noch jung. Saatgut kommt aus der Natur, Software entstammt der menschlichen Kultur. Was also haben z.B. Tomaten und Software gemeinsam?

Beide können Frei oder unfrei sein. Sie können entweder als Privateigentum oder Gemeingut bereitgestellt und genutzt werden. Damit unterscheiden sich unfreies Saatgut und proprietäre / unfreie Software von Freiem Saatgut und Freier Software in ihrem Kern in der Regelung des Eigentums. Diese Eigentumsregelung drückt sich stark durch die jeweilige Lizenz aus mit der das Saatgut bzw. die Software belegt sind.

Unfreies Saatgut und unfreie Software verbleiben im Eigentum der Softwarehersteller respektive der Züchter und werden den Nutzerinnen und Nutzern mit sehr eingeschränkten Rechten zur Verfügung gestellt. Dies betrifft beispielsweise die Aussaat von selbst geerntetem Saatgut oder eine Anpassung von gekaufter Software an die eigenen Bedürfnisse. Zudem wird unfreies Saatgut biologisch und unfreie Software technisch i.d.R. auf eine Weise am Markt bereitgestellt, die eine Nachzüchtung von Saatgut oder eine Weiterentwicklung von Software unterbindet.

Hingegen sind Freies Saatgut und Freie Software tatsächlich frei, d.h. das genetische Erbgut einer Pflanze bzw. der Quelltext einer Software sind eigentumsrechtlich auf niemanden eingeschränkt, womit sie Gemeingut sind und allen gehören.
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