Do-FOSS kommentiert hier regelmäßig Veröffentlichungen und Entwicklungen zum Thema „Freie und Quelloffene Software“ – insbesondere im Kontext von öffentlichen Einrichtungen.

Public Money? Public Code! – Software als Gemeingut

Do-FOSS unterstützt politische Kampagne der FSFE

Public Money? Public Code!

Public Money? Public Code! (CC-BY-SA 4.0 fsfe.org)

Warum wird durch Steuergelder finanzierte Software nicht als Freie Software veröffentlicht? Die Free Software Foundation Europe (FSFE) bringt diese Frage mittels der politischen Kampagne Public Money? Public Code! stärker ins öffentliche Bewusstsein – speziell richtet sich die Öffentlichkeitsarbeit der FSFE an politische Entscheidungsträgerinnen und -träger. Die FSFE führt zur Begründung der Kamapgne an:

Wir wollen rechtliche Grundlagen, die es erfordern, dass mit öffentlichen Geldern für öffentliche Verwaltungen entwickelte Software unter einer Freie-Software- und Open-Source Lizenz veröffentlicht wird. Wenn es sich um öffentliche Gelder handelt, sollte auch der Code öffentlich sein!

Von allen bezahlter Code sollte für alle verfügbar sein!

Der Kerngedanke der Initiative ist daher, dass öffentlich finanzierte Software auch im öffentlichen Eigentum sein sollte, d.h. als Gemeingut behandelt wird. Eigenschaften von Freier Software wie Technikneutralität, eine hohe Datenschutzfreundlichkeit, Transparenz, organisatorische Flexibilität und Vertrauen spielen im Verwaltungsumfeld eine außerordentlich wichtige Rolle. Schließlich muss der öffentliche Raum für alle Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen annehmbar sein. Es handelt sich hier, um unser gemeinsames Umfeld, in dem wir leben. Dieses sollten wir gemeinsam und frei gestalten sowie verstehen dürfen.
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Inside ver.di – Digitalisierung aller Lebensbereiche wird immer konkreter

Was bestimmen wir, was die Konzerne?

Vor dem Hintergrund Smart City befasst sich ver.di Dortmund mit dem Thema Digitalisierung und bringt eine Extra-Ausgabe der Inside (Juli 2017), der ver.di-Zeitung für Beschäftigte der Stadt Dortmund, heraus. Mit einem Beitrag engagieren sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter der Verwaltung für eine Diskussion um die digitale Zukunft der Stadt Dortmund. Besonders wird die Frage aufgeworfen, wo die Gestaltungsmacht der Software liegt. Liegt die Gestaltungsmacht in den Händen der demokratischen Stadtgesellschaft oder in den Händen von global agierenden Konzernen, auf die kaum demokratischer Einfluss zu nehmen ist?
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Masterplan Digitale Stadtverwaltung: Gemeinsame digitale Standards finden

Stadt Dortmund bereitet Prozessveränderungen vor

Masterplan Digitales Dortmund

Bild: Masterplan Digitales Dortmund

In der Pressemitteilung Masterplan Digitales Dortmund – Das Projekt nimmt konkrete Formen an vom 04.04.2017 gibt die Stadt Dortmund die Aufteilung des Masterplans Digitales Dortmund in drei spezialisierte Masterpläne (Verwaltung, Bildung, Wirtschaft) bekannt. Zudem geht die Stadt näher auf die Herausforderungen einer digitalen Stadtverwaltung ein. Sie kommt in dieser Pressemitteilung zu dem Schluss, dass es das Ziel des Masterplans Digitale Stadtverwaltung sein muss, gemeinsame digitale Standards zu finden, um die Flexibilität im Bereich der sich stetig ändernden Anforderungen im IT-Umfeld zu erhöhen. Um eine solche Standardisierung zu erreichen, sieht die Stadt Bedarf an umfangreichen Prozessveränderungen innerhalb der Verwaltung.

Für Do-FOSS ist klar, dass es sich bei gemeinsamen Standards nur um Offene Standards handeln kann, denn nur diese garantieren eine herstellerunabhängige und wettbewerbsneutrale Flexibilität in Bezug auf zukünftige Anforderungen.
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Presseartikel im Tagesspiegel: Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft

Informationsfreiheitsanfrage aus 2014 der FSFE und Do-FOSS belegt die Aushebelung des Wettbewerbsrechts am Beispiel der Stadt Dortmund

Presseartikel

Bild: Presseartikel

Das multinational aufgestellte Journalistenteam von Investigate Europe hat die vorherrschende Praxis bei der Beschaffung digitaler kritischer Infrastrukturen durch die europäischen Verwaltungen beleuchtet. Für die Recherche wurde auch Do-FOSS befragt. Das Ergebnis der journalistischen Untersuchung mit dem Titel Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft gibt es als Online-Artikel vom 10.04.2017 auf Tagesspiegel.de oder als Printausgabe des Tagesspiegels ebenfalls vom 10.04.2017. Die Konsequenz aus den Recherchen ist für das Team von Investigate Europe klar. So titelt die Printausgabe: Ohne Zugang zum Quellcode keine digitale Souveränität.

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Steigender Linux-Server-Anteil in der Stadtverwaltung Dortmund

Anteil Freier Software erstmalig in der Serverlandschaft der Stadt Dortmund sichtbar

Server-Tux

Bild: Server-Tux (CC BY-SA 3.0 / Server von RRZEicons)

In der Sitzung des Ausschusses für Personal und Organisation vom 02.02.2017 hat das Dortmunder Systemhaus (dosys.) gem. der aktuellen Berichtsvereinbarung einen Rückblick auf das Jahr 2016 aus IT-Sicht vorgelegt, sowie das halbjährlich wiederkehrende IT-Arbeitsprogramm vorgestellt. Aus Sicht von Do-FOSS ist es erfreulich, dass in dem Bericht zum ersten Mal auch Aussagen zum Verhältnis von Linux- und Windows-Servern enthalten sind (S. 43) und damit der Anteil Freier Software erstmalig in der Serverlandschaft sichtbar ist. Auch wird das jeweilige Serverwachstum über die Jahre 2014 bis 2016 offengelegt und zeigt einen steigenden Anteil von Linux-Servern. Die Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN hat dies zu einer Pressemitteilung mit Datum vom 16.02.2017 veranlasst (siehe gleichlautende Mitteilung der LINKEN und Mitteilung der Piratenpartei), welche Do-FOSS gerne wiedergibt:
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Stadt Dortmund: Definition Freier Software

Anfrage der Free Software Foundation Europe und Antwort vom Oberbürgermeister

Definition Freier Software

Definition Freier Software. ©FSFE Logo: fsfe.org

In einem Schreiben der Free Software Foundation Europe (FSFE), einem Kooperationspartner von Do-FOSS, an Herrn Oberbürgermeister Ullrich Sierau vom 13.05.2016, wurde nach der städtischen Definition Freier Software gefragt. In der bisherigen städtischen Diskussion um Freie Software, wurde der Begriff Freie Software von der Stadt Dortmund lediglich mehrfach im Zusammenhang mit Open Source Software genannt (vgl. Schießle – Freie Software, Open Source, FOSS, FLOSS – gleich und trotzdem anders). Der städtisch verwendete Begriff weist damit zumindest in Richtung eines gewissen Offenheitheitsverständnisses von Software. Aber eine Definition Freier Software, die ein gemeinsames Begriffsverständnis für die Diskussion sichert und die tatsächlichen Vorteile Freier Software ausweist, ist bislang von der Stadt Dortmund nicht erfolgt. Es ist also nicht erkennbar, welche Vorstellung innerhalb der Dortmunder Stadtverwaltung über Freie Software herrscht. Do-FOSS bedankt sich bei der FSFE für ihren Beitrag zur Begriffsschärfung der Dortmunder Debatte.

Mit einem Schreiben vom 30.06.2016 hat Herr Oberbürgermeister Sierau auf das Schreiben der FSFE geantwortet, aber die Definition Freier Software in die Erarbeitung des Masterplans Digitales Dortmund vertagt.
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Ausschuss für Personal und Organisation – Unterstützung für Do-FOSS

Ergänzung des Tagesordnungspunkts zum Einsatz von Software der Stadt Dortmund im Ausschuss für Personal und Organisation

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

Der Einsatz von Software der Stadt Dortmund war am Freitag, den 27.11.2015 im Dortmunder Ausschuss für Personal und Organisation (APO) auch mit weiteren Fragen Thema. Hierzu hat die Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN ihren ursprünglichen Tagesordnungspunkt Einsatz von Software entsprechend ergänzt. DIE LINKE&PIRATEN unterstützt damit die von Do-FOSS mit Schreiben vom 3. August 2015 an den APO gerichtete Frage Software: Teil kritischer Infrastruktur?. Für diese Unterstützung hat DIE LINKE&PIRATEN eine Auswahl der von Do-FOSS aufgeworfenen Fragen wortgleich übernommen und in den Ausschuss eingebracht.
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Ausschuss für Personal und Organisation – Unterstützung für die Ortspolitik

Tagesordnungspunkt zum Einsatz von Software der Stadt Dortmund im Ausschuss für Personal und Organisation

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

Der Einsatz von Software der Stadt Dortmund war am Freitag, den 27.11.2015 im Dortmunder Ausschuss für Personal und Organisation (APO) erneut Thema nachdem Bündnis 90/DIE GRÜNEN hierzu in der vorangegangenen Sitzung vom 29.10.2015 bereits einen Antrag zum Softwareeinsatz eingebracht hatten. Dieses Mal hat die Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE&PIRATEN einen Tagesordnungspunkt zum Einsatz von Software eingebracht. DIE LINKE&PIRATEN unterstützen damit die Bezirksvertretungen, die zur Antwort der Stadt Dortmund auf ihre Anfragen nach Dateianhängen in Freien und Quelloffenen Formaten nochmals nachfragen. Für diese Unterstützung ist der Fragenkatalog von DIE LINKE&PIRATEN wortgleich von dem Fragenkatalog der Bezirksvertretungen übernommen worden, jedoch ohne die ausführliche Begründung der Bezirksvertretungen (vgl. Anfragen aus den Bezirksvertretungen aus November und Dezember 2015).
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Softwareeinsatz und Freie Software im Ausschuss für Personal und Organisation

Tagesordnungspunkt zum Softwareeinsatz der Stadt Dortmund im Ausschuss für Personal und Organisation

Beratung über Freie Software

Bild: Beratung über Freie Software

Der Softwareeinsatz der Stadt Dortmund war am Donnerstag, den 29.10.2015 im Dortmunder Ausschuss für Personal und Organisation (APO) Thema. Bündnis 90/DIE GRÜNEN hatten hierzu einen Tagesordnungspunkt eingebracht. Die GRÜNEN greifen hier Überlegungen zur Herstellerabhängigkeit bzgl. proprietärer Software auf und schlagen eine Risikoanalyse vor. Die Betrachtung von Freier Software wurde als möglicher Ausweg aus dem Risiko der Herstellerabhängigkeit angeregt.
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Inside ver.di

ver.di Vertrauensleute der Stadt Dortmund für Diskussion um selbstbestimmte Software

Nachdem die ver.di Vertrauensleutevollversammlung der Stadt Dortmund einstimmig nach selbstbestimmter Software für die Stadt Dortmund gefragt hat, wurden bisherige Erkenntnisse nun für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Dortmund schriftlich aufgearbeitet. Mit einem Beitrag in der Inside, der ver.di-Zeitung für Beschäftigte der Stadt Dortmund von Juni 2015, engagieren sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für eine Diskussion um demokratische Gemeinschaft und kommunale Selbstverwaltung in der digitalen Welt. Do-FOSS freut sich dieses Engagement begleiten zu können.
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